RHD

RHD steht für rabbit haemorrhagic disease und ist eine fast immer tödliche Viruserkrankung der Kaninchen.

Bei einer Infektion kommt es zu einer Gerinnungsstörung des Bluts, die durch eine Leberentzündung entsteht. Die erkrankten Tiere bekommen meist plötzlich hohes Fieber und manchmal ist auch blutigen Ausfluss aus den Körperöffnungen sichtbar.

Allerdings versterben die meisten Tiere ohne vorherige äußerlich sichtbare Symptomatik innerhalb von 1-3 Tagen an dieser Erkrankung. Teilweise können infizierte Kaninchen aber auch erst bis zu drei Wochen nach der Infektion noch versterben. Insgesamt sind ungeimpfte Tiere besonders gefährdet.

Es gibt zwei Varianten des Virus, wobei beide extrem widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen sind.

Die zweite Variante (RHD-2) hat besonders in China für eine Seuche gesorgt hat und kann im Gegensatz zur ersten Variante neben Haus- und Wildkaninchen auch Feldhasen befallen. Früher konnten die Impfungen gegen die zweite Variante nur teilweise gegen das Virus helfen. Mittlerweile gibt es aber Impfstoffe, die gegen beide Varianten effektiv helfen können und daher eingesetzt werden sollten. Diese nutzen wir selbstverständlich auch in unserer Praxis.

Die Viren können durch direkten Kontakt der Tiere untereinander oder indirekt übertragen werden. Dies ist beispielsweise über Stechmücken, Fliegen, (weniger häufig, aber auch möglich über Kaninchenflöhe, Milben oder Zecken), kontaminiertes Futter (beispielsweise durch abgepacktes Heu) oder Kleidungsstücke der Fall.

Da Ihre Kaninchen unabhängig von ihrer Haltung an diesem Virus erkranken können, sollten Sie es regelmäßig impfen lassen, dies ist ab der vierten Woche (je nach Impfstoff ab der fünften Woche) möglich. Danach sollte die Impfung jährlich aufgefrischt werden, um einen ausreichenden Schutz zu bieten.