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Eine Narkose ist ein Zustand der Bewusstlosigkeit und Schmerzausschaltung. In diesem Zustand ist der Körper erschlafft und hat kaum mehr Schutzreflexe wie zum Beispiel das Befeuchten der Augen durch den Lidschlag. In diesem Zustand kommt es zur Kreislaufzentralisation und durch die Muskelerschlaffung zur schnellen Unterkühlung. Ohne ein gezieltes Gegensteuern durch ein Luftwärmesystem, angepasste Infusionsmengen und eine Überwachung der Kreislauffunktionen kann dieser Zustand schnell zu bleibenden Organschäden oder sogar dem Tod führen.
Eine Sedation hingegen ist ein medikamenteller Zustand starker Beruhigung und Angsthemmung. Wichtige Schutzreflexe des Körpers bleiben erhalten und die Reduktion des Kreislaufes ist nur gering vorhanden.
In einer Sedierung sind nicht schmerzhafte Eingriffe wie Ultraschalluntersuchungen, Röntgenuntersuchungen und Fellpflege möglich. Geringgradig schmerzhafte Eingriffe wie Gelenksinjektionen oder Punktionen in der Bauchhöhle bedürfen zusätzlich einer sogenannten Analgesie, also einer Schmerzhemmung, so dass der Zustand dann Analgosedierung genannt wird. Größere Eingriffe wie Zahnbehandlungen oder Operationen bedürfen einer Narkose.